L-Carnitine

Die Bezeichnung Carnitin leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Fleisch (carnis) ab, da es im Fleisch in größeren Mengen vorkommt. 1905 wurde es von zwei russischen Wissenschaftlern in Muskelextrakten entdeckt. Weitere Entdeckungen im Jahre 1959 zeigten, wie Carnitin in der sogenannten Beta-Oxidation die Fettverbrennung stimuliert. Mit einem carnitinabhängigen Enzymsystem werden langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert und dort als Treibstoff verbrannt.

Carnitine wird in mehreren enzymatischen Schritten aus den Aminosäuren Lysin und Methionin in Anwesenheit von Vitamin B1, B3, B6, Vitamin C und dem Spurenelement Eisen gebildet. Im Organismus weisen das Herz, die Skelettmuskeln, die Leber, die Nieren, das Gehirn, die roten und weißen Blutkörperchen und die Nebenhoden die höchsten Konzentrationen an Carnitin auf. Auch am Aufbau der Schilddrüsenhormone ist Carnitin beteiligt.

Zusätzliches L-Carnitine hat eine Resorptionsrate von etwa 15 %. Es behindert die körpereigene Carnitinsynthese nicht und ist auch in hohen Dosen sicher und ungiftig.

Es werden Dosierungen von 500 – 4000 mg (= 4 g) täglich empfohlen.

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