Allergien
Allergie und Immun-Balance
Allergien gehen letztlich auf ein fehlgesteuertes Immunsystem zurück.
Daher muss die effektive Beseitigung am Immunsystem ansetzen.
Im Körper besteht normalerweise ein Gleichgewicht zwischen TH1- und TH2-Zellen. Beide Abwehrwege sind nötig. Durch Dys-Stress, Schwermetallintoxikationen, Umweltbelastungen und einem Mangel an Vitalstoffen kann dieses Gleichgewicht gestört werden.
Als Folge davon kommt es zu einem so genannten TH1-TH2-Shift. Es entsteht ein Übermaß an TH2-Zellen, was die Allergie fördert.
Das Ziel: Eine Balance zwischen den TH1- und TH2-Lymphozyten muss wiederhergestellt werden.
Das Immunsystem des menschlichen Körpers ist außerordentlich komplex und differenziert. Verschiedene Organe und Zellsysteme sind an der Bildung des Immunsystems beteiligt: Leber, Knochenmark, Thymus, Milz, Lymphknoten und das Lymphgewebe im Magen-Darm-Trakt, in der Lunge und im Urogenitalsystem.
Die erste Schutzbarriere jedoch bietet die Haut, die Schleimhäute und die Atemwege.
Was sind T-Zellen?
Ein bedeutender Teil unseres komplizierten zellulären Immunsystems besteht aus Lymphozyten. T–Helferzellen (TH) sind eine Gruppe der T-Lymphozyten und werden je nach Immunantwort, je nach erzeugten Immun-Botenstoffen eingeteilt in TH1 und TH2.
T-Helferzellen 1 – TH1
- Führen zur NO-Gasbildung (Stickoxyd)
- Abwehr von Viren (z. B. Herpes), Pilzen, Tumor–Zellen
- Gegenregulatorenbei der Tumorentwicklung
T-Helferzellen 2 – TH2
- Führen zur Antikörperproduktion, Anstieg von IgE und IgG
- Abwehr von Parasiten sowie den meisten Bakterien
- Alle Allergien, mit Ausnahme von Kontaktallergien (Nickel, Waschmittel) sind über TH2 vermittelt
Allergische Reaktionen werden durch ein Ungleichgewicht zwischen TH1- und TH2-Lymphozyten hervorgerufen.
Welcher Allergie -Typ sind Sie?
Wir unterscheiden die beiden häufgsten Allergietypen – die Allergie vom Soforttyp und die
Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei beiden liegt eine Dysbalance des Immunsystems vor.
Die Symptome können bei beiden Typen ähnlich sein, die Reaktionszeit jedoch ist unterschiedlich.
Allergie vom Soforttyp
Ungefähr 90 Prozent aller Allergien sind Allergien vom Soforttyp. Reaktionen basieren auf der Produktion spezifscher Immunglobuline E (IgE), Antikörper gegen an sich harmlose Antigene. Hierzu gehört auch die so verbreitete Pollenallergie.
Reaktionszeit: Innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten.
Allergenquellen: Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungs-
mittel, Nahrungsmittelbestandteile, Insektengifte, Schimmelpilze, Kreuzallergien.
Symptome:
- Heuschnupfen
- Allergisches Asthma
- Bindehautentzündung
- Schleimhautschwellungen, Kopfschmerzen,
- Abgeschlagenheit bis hin zu grippeähnlichen Symptomen
- Nesselsucht (Urtikaria) und Quincke-Ödem
Kreuzallergien:
Einige Pollen und bestimmte Nahrungsmittel enthalten gemeinsame Allergene. So z. B. ist die Birke assoziiert mit Äpfeln, Birnen, Pfrsichen, Aprikosen, Kirschen, Mandeln, Sellerie, Karotten und Nüssen. Ragweed hat als Kreuzallergene die Kamille und die Melone.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Da es sich meist um täglich zugeführte Nahrungsmittel handelt, ist es oft schwierig, das für die Reaktion verantwortliche Nahrungsmittel zu erkennen. Diese Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel basiert auf der Produktion von Immunglobulin G der Klasse 4 (IgG 4).
Reaktionszeit: 1 bis 24 Stunden, sogar bis Tage nach dem Verzehr eines bestimmten Nahrungsmittels.
Allergenquellen: Weizen, Kuhmilch, Hühnerei, Soja, Lactose, Fruchtzucker, histaminhältige Nahrungsmitttel und Gluten.
Symptome:
- Schwellung von Gesicht, Lippen und Zunge
- Niesattacken, Naselaufen oder verstopfte Nase durch Anschwellen der Schleimhäute
- Bindehautentzündung
- Juckreiz der Schleimhäute mit Kratzen und Anschwellen im Mund- und Rachenbereich
- Husten und Atemnot
- Nesselausschlag mit Quaddeln, Ekzeme
- Durchfall, Blähungen, Erbrechen, Koliken
- Arthritis, Fieber
- Neurodermitis